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Welche Kosten entstehen?

Die Kosten für zahnmedizinische Implantate setzen sich aus verschiedenen Faktoren zusammen. Neben den Kosten für Materialien, die wiederum von Art und Umfang der Behandlung abhängen, sind die Leistungen der Dentaltechnik sowie die körperlichen Voraussetzungen und Bedürfnisse des Patienten von maßgeblicher Bedeutung. Neben den grundsätzlich anfallenden Kosten ist natürlich auch die Anzahl der benötigten Implantate von Belang. Außerdem gibt es Unterschiede zwischen stationärer Behandlung in einer Zahnklinik oder der ambulanten Versorgung in einer Zahnarztpraxis. Die Erstellung eines qualifizierten Heil- und Kostenplans durch den behandelnden Zahnarzt ist eine Grundvoraussetzung. Eine pauschale Aussage zu den Kosten kann daher nur eingeschränkt gemacht werden.

Grundsätzlich sind Implantate keine billig Angelegenheit, sind dafür aber bei richtiger Pflege extrem haltbar. Deswegen muss man beim Einsatz eines einzelnen Implantats mit Kosten von 2.000 Euro aufwärts rechnen. Werden komplexere Konstruktionen gewünscht, steigen die Kosten entsprechend an. So ist für eine dreigliederige Brücke mit zwei Implantaten mit etwa 4.000 Euro zu rechnen, während herausnehmbare Unter- und Oberkiefer mit ihren vier bis sechs Implantaten bereits zwischen 8.000 und 12.000 Euro an Kosten verursachen. Wünscht man einen festsitzenden Oberkiefer mit einer Verankerung von acht Implantaten, landet man bei mindestens 16.000 Euro. Weitere Kosten können durch besondere anatomische Notwendigkeiten entstehen, wenn beispielsweise der Kieferknochen aufgebaut werden muss.

Wie bei vielen anderen zahnmedizinischen Leistungen auch, überlegen immer mehr Patienten, Zahnärzte im Ausland aufzusuchen. Grundsätzlich ist dies natürlich auch für Implantate möglich. Sofern der ausführende Zahnarzt die entsprechenden qualitativ hochwertigen Leistungen anbietet und die Erfahrung mitbringt, ist dagegen auch nichts einzuwenden. Wird ein solcher Eingriff in einem Land der europäischen Union vorgenommen, muss die Krankenkasse die gleichen Kosten übernehmen, die sie auch bei einer Behandlung in Deutschland übernommen hätte. Der Zuschuss kann somit im Ausland teilweise besser ausgenutzt werden, sofern der Preis für die Implantate dort niedriger ist. Insgesamt sind die Zuschüsse gesetzlicher Krankenkassen bei Implantaten allerdings eher gering.